Photovoltaik und Technik

Degradation

Der jährliche Leistungsverlust eines Solarmoduls. Er ist gering, aber er summiert sich über zwanzig oder dreißig Jahre.

Solarmodule verlieren mit den Jahren Leistung. Wir rechnen mit 0,5 Prozent pro Jahr für Glas-Glas-Module. Nach 20 Jahren liegt die Anlage damit bei rund 90 Prozent ihrer Anfangsleistung, nach 30 Jahren bei etwa 86 Prozent.

Der größte Einzelschritt passiert dabei nicht über die Jahre, sondern in den ersten Betriebsstunden: die anfängliche Lichtinduzierte Degradation. Die Hersteller berücksichtigen sie bereits, deshalb bezieht sich die Leistungsgarantie auf den Wert nach dieser Anfangsphase und nicht auf den Laborwert.

Warum die Zahl in jeder Rechnung stehen muss

Wer die Ersparnis über 20 Jahre mit dem Ertrag des ersten Jahres hochrechnet, rechnet sich reich. Unsere Wirtschaftlichkeitsrechnung zieht die Degradation Jahr für Jahr ab, ebenso wie sie den Strompreis mit 3 Prozent jährlich steigen lässt. Beides zusammen ergibt eine Zahl, die man auch in zehn Jahren noch vertreten kann.

Degradation ist kein Defekt und kein Garantiefall, solange sie im zugesagten Rahmen bleibt. Ein plötzlicher Einbruch dagegen schon, und genau den findet ein Monitoring. Beeinflussen lässt sich der Verlauf kaum, wohl aber alles, was zusätzlich Leistung kostet: Verschmutzung, neu gewachsene Verschattung durch Bäume, ein defekter Strang.

Verwandte Begriffe

  • Glas-Glas-Modul: Ein Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.
  • kWp (Kilowatt Peak): Die Nennleistung einer Solaranlage unter genormten Testbedingungen. Sie sagt, wie groß die Anlage ist, nicht wie viel sie liefert.
  • Amortisation: Der Zeitpunkt, ab dem die Anlage mehr eingespart hat, als sie gekostet hat. Eine Rechnung mit Annahmen, keine Tatsache.

Wo das bei uns vorkommt

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