kWp steht für Kilowatt Peak und ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen: 1.000 Watt Einstrahlung je Quadratmeter, 25 Grad Zelltemperatur, ein festgelegtes Lichtspektrum. Diese Bedingungen treten auf einem echten Dach praktisch nie gleichzeitig auf. Die Zahl ist deshalb eine Vergleichsgröße, kein Versprechen.
Für den Ertrag rechnen wir in Niedersachsen mit 950 kWh je kWp und Jahr. Eine Anlage mit 10 kWp liefert also rund 9.500 kWh im Jahr, verteilt über die Monate sehr ungleich: im Juni ein Vielfaches des Dezembers. Der Wert gilt für eine ordentlich ausgerichtete, unverschattete Fläche.
Wie viel kWp brauche ich?
Wir legen mit rund 2.5 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch aus. Ein Haushalt mit 4.000 kWh landet damit bei etwa 10 kWp. Das ist bewusst großzügiger als die reine Deckung des Verbrauchs, weil Wärmepumpe und Elektroauto den Bedarf über die Laufzeit meist erhöhen und ein späterer Ausbau teurer ist als gleich ein paar Module mehr.
Nicht verwechseln mit kW: kW ist die Leistung in einem Moment, kWp die Nennleistung unter Testbedingungen. Und nicht mit kWh, das ist die Energiemenge. Alle Rechenannahmen mit Herkunft stehen unter /solarrechner/, Stand Juli 2026.
Verwandte Begriffe
- Degradation: Der jährliche Leistungsverlust eines Solarmoduls. Er ist gering, aber er summiert sich über zwanzig oder dreißig Jahre.
- Glas-Glas-Modul: Ein Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.
- Amortisation: Der Zeitpunkt, ab dem die Anlage mehr eingespart hat, als sie gekostet hat. Eine Rechnung mit Annahmen, keine Tatsache.
