Photovoltaik und Technik
Azimut (Ausrichtung)Die Himmelsrichtung der Dachfläche. Ost-West verliert weniger, als die meisten annehmen, und passt oft besser zum Verbrauch.BifazialModule, die auch auf der Rückseite Licht in Strom wandeln. Der Mehrertrag hängt stark vom Untergrund ab.DachneigungDer Winkel der Dachfläche. Zwischen 25 und 40 Grad liegt das Optimum, darunter und darüber sind die Verluste kleiner als gedacht.DegradationDer jährliche Leistungsverlust eines Solarmoduls. Er ist gering, aber er summiert sich über zwanzig oder dreißig Jahre.Glas-Glas-ModulEin Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.kWh (Kilowattstunde)Die Einheit für Energiemenge. Nicht zu verwechseln mit kWp, das die Leistung beschreibt.kWp (Kilowatt Peak)Die Nennleistung einer Solaranlage unter genormten Testbedingungen. Sie sagt, wie groß die Anlage ist, nicht wie viel sie liefert.MPP-TrackerDie Regelung im Wechselrichter, die laufend den ertragreichsten Betriebspunkt sucht. Mehrere davon helfen bei Schatten.N-Type TOPConDie Zelltechnologie unserer Module. Weniger Alterung und besseres Verhalten bei Hitze als die ältere P-Type-Bauart.Strang (String)Eine Reihe hintereinander verschalteter Module. Ihre Aufteilung entscheidet über Verhalten bei Schatten und Ausrichtung.UnterkonstruktionAlles zwischen Dach und Modul. Sie trägt die Anlage dreißig Jahre und ist der häufigste Ort für spätere Schäden.VerschattungSchatten auf einzelnen Modulen. Der Ertragsverlust ist meist größer, als die verschattete Fläche vermuten lässt.WechselrichterWandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und regelt, wie viel Leistung die Anlage abgibt.WirkungsgradWie viel des auftreffenden Sonnenlichts ein Modul in Strom umwandelt. Entscheidend nur, wenn die Dachfläche knapp ist.Wp (Watt Peak)Die Nennleistung eines einzelnen Moduls unter Testbedingungen. Tausend Wp sind ein kWp.
Stromspeicher
AutarkiegradDer Anteil Deines Verbrauchs, den Du selbst deckst. Die Gegenfrage zur Eigenverbrauchsquote.EigenverbrauchsquoteDer Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, den Du auch selbst verbrauchst statt ihn einzuspeisen.LFP (Lithium-Eisenphosphat)Die heute übliche Zellchemie für Hausspeicher. Weniger Energiedichte als die Alternative, dafür langlebiger und thermisch gutmütiger.Notstrom und ErsatzstromZwei sehr verschiedene Dinge. Ersatzstrom versorgt bei Netzausfall nur ausgewählte Stromkreise, Notstrom im engeren Sinn das ganze Haus.Nutzbare KapazitätDer Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.ZyklenfestigkeitWie viele volle Lade- und Entladevorgänge ein Speicher verträgt, bevor die Kapazität spürbar sinkt.
Wärmepumpe
COP (Leistungszahl)Die Effizienz einer Wärmepumpe in einem einzelnen Betriebspunkt im Prüfstand. Kein Ersatz für die Jahresarbeitszahl.HeizlastDie Leistung in Kilowatt, die ein Gebäude am kältesten Tag braucht. Grundlage jeder Auslegung, und der häufigste Ort für Fehler.Jahresarbeitszahl (JAZ)Wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Die einzige Kennzahl, die im Betrieb zählt.Monoblock und SplitDie zwei Bauformen der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Unterschied entscheidet über Kältemittelleitungen im Haus und über die nötige Qualifikation bei Wartung.VorlauftemperaturDie Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizflächen läuft. Sie entscheidet mehr über die Effizienz einer Wärmepumpe als das Gerät selbst.
Netz und Anmeldung
§ 14a EnWGDie Regel, nach der Netzbetreiber Wärmepumpe und Wallbox im Notfall drosseln dürfen. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte.EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)Das Gesetz, das Einspeisevergütung, Anschlusspflicht und Vorrang für erneuerbaren Strom regelt.MarktstammdatenregisterDas amtliche Register der Bundesnetzagentur, in das jede Erzeugungsanlage und jeder Speicher eingetragen werden muss.NetzanmeldungDas Verfahren, mit dem eine Solaranlage beim Netzbetreiber angemeldet und schließlich in Betrieb genommen wird.NetzbetreiberWem die Leitungen vor Deiner Tür gehören. Nicht zu verwechseln mit dem Stromanbieter, den Du frei wählen kannst.ZweirichtungszählerDer Zähler, der Bezug und Einspeisung getrennt erfasst. Ohne ihn kann keine Anlage abgerechnet werden.
Wirtschaftlichkeit
AmortisationDer Zeitpunkt, ab dem die Anlage mehr eingespart hat, als sie gekostet hat. Eine Rechnung mit Annahmen, keine Tatsache.Arbeitspreis und GrundpreisDie zwei Bestandteile jeder Stromrechnung. Nur der Arbeitspreis sinkt durch eine Solaranlage, der Grundpreis bleibt.EigenverbrauchDer selbst erzeugte Strom, den Du auch selbst nutzt. Die mit Abstand wertvollste Kilowattstunde der ganzen Anlage.EinspeisevergütungDer feste Betrag je Kilowattstunde, den Du für nicht selbst verbrauchten Solarstrom bekommst. Deutlich weniger, als eine Kilowattstunde vom Netz kostet.NullsteuersatzSeit 2023 fällt auf kleine Photovoltaikanlagen keine Umsatzsteuer an. Der Preis im Angebot ist damit schon der Endpreis.ÜberschusseinspeisungDie übliche Betriebsart: erst der eigene Verbrauch, der Rest ins Netz. Die Alternative Volleinspeisung lohnt nur in Sonderfällen.
