Bifaziale Module haben auf beiden Seiten aktive Zellflaechen. Sie nutzen zusaetzlich das Licht, das vom Untergrund zurueckgeworfen wird. Moeglich ist das nur bei Glas-Glas-Aufbau, denn eine Kunststoffrueckseite laesst kein Licht durch.
Die Herstellerangabe fuer unsere Module lautet bis zu 30 Prozent Mehrertrag. Diese Zahl gilt fuer Idealbedingungen: heller Untergrund, freistehende Aufstaenderung, ausreichend Abstand nach hinten. Auf einem Schraegdach mit dunklen Ziegeln direkt unter dem Modul bleiben davon realistisch wenige Prozent uebrig.
Wo es sich wirklich lohnt
- Flachdach mit heller Bahn oder hellem Kies, aufgestaendert
- Freiflaeche oder Carport mit Abstand nach unten
- Ost-West-Aufstaenderung, weil dort ohnehin Licht von der Seite kommt
- Nicht auf dem klassischen Schraegdach mit dichter Auflage
Wer bifazialen Mehrertrag in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einsetzt, sollte den Wert des eigenen Daches nehmen und nicht den vom Datenblatt. Wir rechnen ihn im Angebot bewusst nicht mit ein: er ist ein Bonus, kein zugesagter Ertrag. Massgeblich ist der Ruecktstrahlwert des Untergrunds, der sogenannte Albedo. Frischer Schnee liegt bei ueber 80 Prozent, heller Kies bei rund 30, eine dunkle Bitumenbahn bei unter 10. Ein Dach mit dunklen Ziegeln liegt am unteren Ende dieser Reihe.
Verwandte Begriffe
- Glas-Glas-Modul: Ein Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.
- Unterkonstruktion: Alles zwischen Dach und Modul. Sie trägt die Anlage dreißig Jahre und ist der häufigste Ort für spätere Schäden.
- Wirkungsgrad: Wie viel des auftreffenden Sonnenlichts ein Modul in Strom umwandelt. Entscheidend nur, wenn die Dachfläche knapp ist.
