Photovoltaik und Technik

Unterkonstruktion

Kurz gesagt

Alles zwischen Dach und Modul. Sie trägt die Anlage dreißig Jahre und ist der häufigste Ort für spätere Schäden.

Die Unterkonstruktion besteht aus Dachhaken oder Stockschrauben, Profilschienen und Modulklemmen. Sie nimmt das Gewicht der Module auf, bei Glas-Glas rund 12 Kilogramm je Quadratmeter, und leitet zusaetzlich Wind- und Schneelasten in die Dachkonstruktion ein.

Die Lasten sind dabei der eigentliche Punkt. Windsog an der Dachkante kann ein Vielfaches des Modulgewichts erreichen, und Schnee bringt in Norddeutschland je nach Lage mehrere hundert Kilogramm je Quadratmeter. Beides wird nach Standort berechnet und nicht geschaetzt.

Worauf es beim Ziegeldach ankommt

  • Der Dachhaken darf nirgends auf dem Ziegel aufliegen, sonst bricht dieser bei Last
  • Befestigung im Sparren, nicht in der Dachlatte
  • Abstand zwischen Modul und Dachhaut fuer Hinterlueftung, sonst steigt die Zelltemperatur
  • Material durchgaengig Aluminium und Edelstahl, keine gemischten Metalle wegen Korrosion

Undichtigkeiten nach einer Montage stammen fast nie vom Modul, sondern von der Durchdringung darunter. Deshalb gehoert die Dachhaut vor der Montage begutachtet: eine Anlage haelt dreissig Jahre, ein Dach mit fuenfundzwanzig Jahren auf dem Buckel nicht unbedingt.

Verwandte Begriffe

  • Dachneigung: Der Winkel der Dachfläche. Zwischen 25 und 40 Grad liegt das Optimum, darunter und darüber sind die Verluste kleiner als gedacht.
  • Glas-Glas-Modul: Ein Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.
  • Bifazial: Module, die auch auf der Rückseite Licht in Strom wandeln. Der Mehrertrag hängt stark vom Untergrund ab.

Wo das bei uns vorkommt

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