Photovoltaik und Technik

Dachneigung

Kurz gesagt

Der Winkel der Dachfläche. Zwischen 25 und 40 Grad liegt das Optimum, darunter und darüber sind die Verluste kleiner als gedacht.

Die Dachneigung bestimmt zusammen mit der Himmelsrichtung, wie steil das Sonnenlicht auf die Module trifft. In Niedersachsen liegt das rechnerische Optimum bei rund 30 bis 35 Grad nach Sueden, und genau dafuer gilt unser Rechenwert von 950 kWh je kWp und Jahr.

Die gute Nachricht ist, wie flach die Kurve daneben verlaeuft. Zwischen 20 und 50 Grad liegen die Unterschiede im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Ein Dach mit 15 Grad ist kein Ausschlusskriterium, und ein steiles Dach mit 50 Grad auch nicht.

Was die Neigung sonst noch beeinflusst

  • Selbstreinigung durch Regen: ab etwa 15 Grad zuverlaessig, darunter setzt sich Schmutz fest
  • Schneelast: flache Daecher halten den Schnee laenger, steile werfen ihn ab
  • Jahresverlauf: flachere Module liefern im Sommer mehr, steilere im Winter
  • Verschattung untereinander bei aufgestaenderten Flachdachanlagen

Auf dem Flachdach ist die Neigung frei waehlbar, und dort wird sie meist bewusst flacher gesetzt als das Optimum: rund 10 bis 15 Grad, damit die Modulreihen sich nicht gegenseitig verschatten und mehr Leistung auf die Flaeche passt.

Verwandte Begriffe

  • Azimut (Ausrichtung): Die Himmelsrichtung der Dachfläche. Ost-West verliert weniger, als die meisten annehmen, und passt oft besser zum Verbrauch.
  • Unterkonstruktion: Alles zwischen Dach und Modul. Sie trägt die Anlage dreißig Jahre und ist der häufigste Ort für spätere Schäden.
  • kWp (Kilowatt Peak): Die Nennleistung einer Solaranlage unter genormten Testbedingungen. Sie sagt, wie groß die Anlage ist, nicht wie viel sie liefert.

Wo das bei uns vorkommt

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