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Stromspeicher

Zyklenfestigkeit

Kurz gesagt

Wie viele volle Lade- und Entladevorgänge ein Speicher verträgt, bevor die Kapazität spürbar sinkt.

Ein Zyklus ist eine vollständige Ladung plus Entladung, deshalb auch Ladezyklus genannt. Zwei halbe Entladungen zählen zusammen als einer. Hersteller geben je nach Zelltechnik 6.000 bis 10.000 Zyklen an, meist mit der Zusage, dass danach noch mindestens 70 oder 80 Prozent der Anfangskapazität verfügbar sind.

Die entscheidende Umrechnung machen die wenigsten: ein Hausspeicher wird im Jahr etwa 250 bis 300 mal voll durchfahren, weil er im Winter kaum, im Sommer fast täglich arbeitet. Bei 8.000 Zyklen sind das rechnerisch weit über zwanzig Jahre. Die Zyklenzahl ist damit selten der begrenzende Faktor, die kalendarische Alterung der Zellen ist es eher.

Worauf die Garantie sich wirklich bezieht

  • Eine Zyklenzahl UND eine Jahreszahl, es gilt was zuerst eintritt
  • Eine Restkapazität, typisch 80 Prozent nach 10 Jahren
  • Oft eine maximale Durchsatzmenge in MWh statt einer Zyklenzahl
  • Bedingungen zum Betrieb, etwa Temperaturbereich und Mindestladung

Ein größerer Speicher wird seltener voll durchfahren und altert dadurch langsamer. Das ist ein Argument für Größe, es steht aber gegen den Preis je kWh und gegen den sinkenden Zusatznutzen.

Verwandte Begriffe

  • Nutzbare Kapazität: Der Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.
  • LFP (Lithium-Eisenphosphat): Die heute übliche Zellchemie für Hausspeicher. Weniger Energiedichte als die Alternative, dafür langlebiger und thermisch gutmütiger.
  • Autarkiegrad: Der Anteil Deines Verbrauchs, den Du selbst deckst. Die Gegenfrage zur Eigenverbrauchsquote.

Wo das bei uns vorkommt

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