Stromspeicher

Nutzbare Kapazität

Der Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.

Ein Speicher wird nie vollständig entladen. Ein Rest bleibt immer in den Zellen, weil Tiefentladung sie schädigt. Die Bruttokapazität steht auf dem Typenschild, die nutzbare Kapazität ist der Teil, den das Batteriemanagement freigibt. Je nach Zelltechnik und Hersteller liegt sie bei 90 bis 96 Prozent der Bruttokapazität.

Beim Vergleich zweier Angebote ist deshalb nur die nutzbare Kapazität aussagekräftig. Ein Speicher mit 10 kWh brutto und 90 Prozent Freigabe hat weniger Reserve als einer mit 9,6 kWh brutto und 96 Prozent, obwohl die größere Zahl auf dem Datenblatt anders aussieht.

Wie groß ist sinnvoll?

Als grober Anhalt gilt rund 1 kWh nutzbare Kapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, bei einem Haushalt mit 4.000 kWh also etwa 4 bis 6 kWh. Wir kalkulieren Speicher mit 800 Euro je kWh installiert. Ein größerer Speicher hebt die Autarkie irgendwann kaum noch, weil er im Winter nicht voll wird und im Sommer ohnehin reicht.

Die Kapazität nimmt über die Jahre ab. Herstellergarantien nennen deshalb meist eine Restkapazität nach einer festgelegten Zahl von Zyklen oder Jahren, typisch 80 Prozent nach 10 Jahren.

Verwandte Begriffe

  • Eigenverbrauchsquote: Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, den Du auch selbst verbrauchst statt ihn einzuspeisen.
  • Amortisation: Der Zeitpunkt, ab dem die Anlage mehr eingespart hat, als sie gekostet hat. Eine Rechnung mit Annahmen, keine Tatsache.

Wo das bei uns vorkommt

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