Die Eigenverbrauchsquote misst, wie viel des erzeugten Stroms im Haus bleibt. Sie wird oft mit dem Autarkiegrad verwechselt, ist aber die Gegenfrage: der Autarkiegrad blickt auf den Verbrauch, die Eigenverbrauchsquote auf die Erzeugung.
| Frage | Kennzahl |
|---|---|
| Wie viel meines Stroms nutze ich selbst? | Eigenverbrauchsquote |
| Wie viel meines Bedarfs decke ich selbst? | Autarkiegrad |
Warum die Quote zählt: jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Bezugspreis, den wir mit 35 Cent ansetzen. Jede eingespeiste bringt derzeit 7,78 Cent, also nicht einmal ein Viertel davon. Der wirtschaftliche Hebel liegt damit fast vollständig im Eigenverbrauch, nicht im Ertrag.
In Zahlen: ein Einfamilienhaus ohne Speicher landet typisch bei 25 bis 35 Prozent Eigenverbrauchsquote, weil der Ertrag mittags anfällt und der Verbrauch morgens und abends. Mit Speicher sind 55 bis 70 Prozent erreichbar. Kommt eine Wärmepumpe dazu, verschiebt sich das Bild noch einmal deutlich, weil sie im Winter läuft, wenn die Anlage wenig liefert.
Was die Quote hebt
- Ein Speicher verschiebt den Mittagsüberschuss in den Abend
- Wärmepumpe und Wallbox verbrauchen dann, wenn die Sonne scheint, sofern die Steuerung das zulässt
- Große Verbraucher wie Waschmaschine oder Spülmaschine auf die Mittagsstunden legen
- Eine kleinere Anlage hat rechnerisch die höhere Quote, aber die geringere Ersparnis. Die Quote allein ist deshalb kein Ziel
Verwandte Begriffe
- Einspeisevergütung: Der feste Betrag je Kilowattstunde, den Du für nicht selbst verbrauchten Solarstrom bekommst. Deutlich weniger, als eine Kilowattstunde vom Netz kostet.
- Nutzbare Kapazität: Der Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.
