LFP steht für Lithium-Eisenphosphat, auf Datenblättern auch LiFePO4 geschrieben, und bezeichnet das Kathodenmaterial der Zelle. Es hat die früher verbreitete NMC-Chemie mit Nickel, Mangan und Kobalt im Hausspeicher weitgehend abgelöst.
Warum gerade im Hausspeicher
- Höhere Zyklenfestigkeit, üblich 6.000 bis 10.000 statt 3.000 bis 5.000
- Thermisch deutlich gutmütiger, der kritische Temperaturbereich liegt höher
- Kein Kobalt, damit weniger heikel in der Lieferkette
- Verträgt häufige Teilladung ohne Schaden, und genau so arbeitet ein Hausspeicher
Der Nachteil ist die geringere Energiedichte: eine LFP-Zelle braucht für dieselbe Kapazität mehr Platz und Gewicht. Im Auto ist das ein echtes Argument, im Keller oder in der Garage praktisch keines. Deshalb hat sich die Technik dort durchgesetzt und im Fahrzeugbau nur teilweise.
Auch LFP will nicht dauerhaft bei 100 Prozent stehen und nicht bei Frost geladen werden. Beides regelt das Batteriemanagement, es setzt aber voraus, dass der Aufstellort im vorgesehenen Temperaturbereich bleibt. Üblich sind 5 bis 35 Grad für den Ladebetrieb. Eine ungedämmte Garage in Norddeutschland liegt im Januar darunter, ein Hauswirtschaftsraum praktisch nie. Der Aufstellort gehört deshalb in die Planung und nicht ans Ende der Montage.
Verwandte Begriffe
- Zyklenfestigkeit: Wie viele volle Lade- und Entladevorgänge ein Speicher verträgt, bevor die Kapazität spürbar sinkt.
- Nutzbare Kapazität: Der Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.
- Notstrom und Ersatzstrom: Zwei sehr verschiedene Dinge. Ersatzstrom versorgt bei Netzausfall nur ausgewählte Stromkreise, Notstrom im engeren Sinn das ganze Haus.
