Stromspeicher

Notstrom und Ersatzstrom

Kurz gesagt

Zwei sehr verschiedene Dinge. Ersatzstrom versorgt bei Netzausfall nur ausgewählte Stromkreise, Notstrom im engeren Sinn das ganze Haus.

Faellt das Netz aus, schaltet eine normale Photovoltaikanlage ab. Das ist Vorschrift und Sicherheit: niemand soll an einer vermeintlich toten Leitung arbeiten und Spannung vorfinden. Wer trotzdem Strom haben will, braucht eine zusaetzliche Umschalteinrichtung.

Begriffwas er leistet
Ersatzstromeine oder wenige abgesicherte Steckdosen, Umschaltung von Hand oder mit kurzer Unterbrechung
Notstromausgewählte Stromkreise, automatische Umschaltung binnen Sekunden
Inselbetriebdas gesamte Hausnetz unabhängig vom Netz, aufwändig und selten

Was in Angeboten haeufig durcheinandergeht: die Begriffe sind nicht geschuetzt und werden unterschiedlich verwendet. Entscheidend ist deshalb nicht das Wort, sondern die Frage, welche Stromkreise im Ernstfall laufen und ob die Umschaltung von Hand passiert. Kuehlschrank, Licht und Router sind meist das Ziel, Herd und Waermepumpe fast nie.

Waehrend eines Netzausfalls laedt die Anlage nur, solange die Sonne scheint. Im Dezember bedeutet Ersatzstrom deshalb vor allem: der Speicherinhalt reicht ein paar Stunden, nicht ein paar Tage. Wer die Funktion nachtraeglich haben will, sollte sie vor dem Kauf ansprechen: sie haengt am Wechselrichter und an einem zusaetzlichen Umschaltkasten im Zaehlerschrank, und beides spaeter zu ergaenzen ist deutlich teurer als es gleich mitzunehmen.

Verwandte Begriffe

  • Nutzbare Kapazität: Der Teil eines Stromspeichers, der tatsächlich geladen und entladen werden darf. Er liegt unter der aufgedruckten Bruttokapazität.
  • Wechselrichter: Wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und regelt, wie viel Leistung die Anlage abgibt.
  • Netzbetreiber: Wem die Leitungen vor Deiner Tür gehören. Nicht zu verwechseln mit dem Stromanbieter, den Du frei wählen kannst.

Wo das bei uns vorkommt

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