Photovoltaik und Technik

Wechselrichter

Wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und regelt, wie viel Leistung die Anlage abgibt.

Solarmodule liefern Gleichstrom, das Hausnetz arbeitet mit Wechselstrom bei 230 Volt und 50 Hertz. Der Wechselrichter macht aus dem einen das andere. Er ist damit das einzige Bauteil der Anlage, durch das der gesamte Ertrag hindurchmuss, und zugleich das mit der kürzesten erwarteten Lebensdauer: Module halten 30 Jahre, beim Wechselrichter ist nach 12 bis 15 Jahren ein Tausch einzuplanen.

Was er sonst noch macht

  • MPP-Tracking: er sucht laufend den Betriebspunkt, an dem die Module die meiste Leistung abgeben
  • Netzüberwachung: bei Netzausfall trennt er die Anlage ab, damit niemand an einer vermeintlich toten Leitung arbeitet
  • Messung: er liefert die Daten für das Monitoring, also Ertrag, Eigenverbrauch und Einspeisung
  • Bei Hybridgeräten zusätzlich die Ladesteuerung des Speichers

Die Auslegung ist eine Rechenaufgabe, keine Geschmacksfrage: Modulanzahl je Strang, Leerlaufspannung bei tiefer Temperatur, Strom je Strang und das Verhältnis von Modulleistung zu Wechselrichterleistung. Wird der Wechselrichter zu klein gewählt, kappt er im Sommer die Spitzen. Zu groß gewählt, arbeitet er im Teillastbereich mit schlechterem Wirkungsgrad.

Ein abgeschalteter Wechselrichter bedeutet nicht, dass die Anlage stromlos ist. Auf der Gleichstromseite liegt bei Sonne weiter Spannung an, teils mehrere hundert Volt.

Verwandte Begriffe

  • kWp (Kilowatt Peak): Die Nennleistung einer Solaranlage unter genormten Testbedingungen. Sie sagt, wie groß die Anlage ist, nicht wie viel sie liefert.
  • Netzanmeldung: Das Verfahren, mit dem eine Solaranlage beim Netzbetreiber angemeldet und schließlich in Betrieb genommen wird.

Wo das bei uns vorkommt

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