N-Type beschreibt, wie das Silizium der Zelle dotiert ist, TOPCon eine Bauweise der Rueckseitenkontakte. Zusammen ergeben sie die Zellgeneration, die die aeltere P-Type-Technik in den vergangenen Jahren abgeloest hat.
Was das im Betrieb ausmacht
- Kein lichtinduzierter Anfangsverlust in der Groessenordnung von P-Type-Zellen
- Geringerer Temperaturkoeffizient: bei Hitze faellt die Leistung weniger stark ab, und Hitze ist im Sommer der Normalfall auf dem Dach
- Besseres Verhalten bei schwachem Licht, also frueher morgens und spaeter abends
- Beidseitig aktiv, damit Voraussetzung fuer bifazialen Betrieb
Der Temperaturpunkt wird oft unterschaetzt. Module erreichen im Sommer 60 bis 70 Grad Zelltemperatur, und die Nennleistung gilt bei 25 Grad. Jedes Zehntelprozent weniger Verlust je Grad wirkt damit an genau den Tagen, an denen die Anlage am meisten liefern soll.
Die Zelltechnologie ist kein Auswahlkriterium fuer sich. Sie erklaert nur, warum die Garantiezusagen heute laenger sind als vor zehn Jahren: 30 Jahre Leistungsgarantie mit mindestens 87,4 Prozent Restleistung setzen eine Zelle voraus, die langsam genug altert. Wer zwei Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht nach der Technologie fragen, sondern nach der garantierten Restleistung nach 25 oder 30 Jahren und danach, wer im Garantiefall haftet.
Verwandte Begriffe
- Degradation: Der jährliche Leistungsverlust eines Solarmoduls. Er ist gering, aber er summiert sich über zwanzig oder dreißig Jahre.
- Wirkungsgrad: Wie viel des auftreffenden Sonnenlichts ein Modul in Strom umwandelt. Entscheidend nur, wenn die Dachfläche knapp ist.
- Glas-Glas-Modul: Ein Modul, dessen Zellen zwischen zwei Glasscheiben liegen statt zwischen Glas und Kunststofffolie. Langlebiger und beidseitig lichtdurchlässig.
