Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung. Eine Wärmepumpe muss die Differenz zwischen Außenluft und Vorlauf überbrücken. Je größer diese Differenz, desto mehr Strom kostet jedes Grad.
| Heizfläche | typischer Vorlauf am kältesten Tag |
|---|---|
| Fußbodenheizung | 30 bis 35 Grad |
| Große Niedertemperatur-Heizkörper | 40 bis 45 Grad |
| Alte Radiatoren, ungedämmtes Haus | 55 bis 70 Grad |
Als Faustwert kostet jedes Grad weniger Vorlauf rund 2,5 Prozent Stromeinsparung. Von 55 auf 45 Grad sind das grob ein Viertel. Deshalb lohnt sich vor dem Gerätetausch fast immer der Blick auf die Heizflächen: größere Heizkörper in zwei oder drei Räumen sind oft billiger als die nächstgrößere Wärmepumpe und wirken jedes Jahr.
Ob ein Altbau ohne Umbau auskommt, zeigt ein Heizkurventest im Winter: Vorlauf schrittweise absenken und beobachten, ob alle Räume warm werden. Das kostet nichts außer einer Heizperiode Aufmerksamkeit, und es ersetzt jede Schätzung durch eine Messung am echten Gebäude. Ein Punkt bleibt dabei außen vor: Warmwasser braucht unabhängig von der Heizkurve dauerhaft höhere Temperaturen und wird deshalb getrennt betrachtet.
Verwandte Begriffe
- Jahresarbeitszahl (JAZ): Wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Die einzige Kennzahl, die im Betrieb zählt.
