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Photovoltaik und Technik

MPP-Tracker

Kurz gesagt

Die Regelung im Wechselrichter, die laufend den ertragreichsten Betriebspunkt sucht. Mehrere davon helfen bei Schatten.

Ein Solarmodul hat bei jeder Einstrahlung genau einen Betriebspunkt, an dem das Produkt aus Spannung und Strom am größten ist. Dieser Punkt wandert mit Sonnenstand, Bewölkung und Temperatur ständig. Der MPP-Tracker im Wechselrichter sucht ihn im Sekundentakt.

Wichtiger als die Regelung selbst ist ihre Anzahl. Ein Wechselrichter mit zwei oder drei unabhängigen MPP-Trackern kann mehrere Stränge getrennt regeln. Damit darf ein Ostdach seinen eigenen Betriebspunkt fahren und ein Westdach seinen, und Schatten auf einem Strang zieht die anderen nicht mit herunter.

Was das konkret bedeutet

  • Ein Tracker: alle Module müssen gleich ausgerichtet und gleich verschattet sein
  • Zwei Tracker: Ost und West oder zwei Dachflächen getrennt regelbar
  • Drei oder mehr: auch verwinkelte Dächer mit mehreren Teilflächen

Leistungsoptimierer je Modul lösen dasselbe Problem feiner, kosten aber mehr Bauteile auf dem Dach, und jedes davon kann ausfallen. Wir setzen sie ein, wo Schatten baulich unvermeidbar ist, und nicht vorsorglich. Eine Faustregel für den Vergleich zweier Angebote: nicht die Anzahl der Tracker zählen, sondern fragen, welche Dachfläche an welchem Tracker hängt. Zwei Tracker nützen nichts, wenn beide Dachflächen trotzdem auf einem davon zusammengefasst sind.

Verwandte Begriffe

  • Wechselrichter: Wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und regelt, wie viel Leistung die Anlage abgibt.
  • Strang (String): Eine Reihe hintereinander verschalteter Module. Ihre Aufteilung entscheidet über Verhalten bei Schatten und Ausrichtung.
  • Verschattung: Schatten auf einzelnen Modulen. Der Ertragsverlust ist meist größer, als die verschattete Fläche vermuten lässt.

Wo das bei uns vorkommt

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