Photovoltaik und Technik

Strang (String)

Kurz gesagt

Eine Reihe hintereinander verschalteter Module. Ihre Aufteilung entscheidet über Verhalten bei Schatten und Ausrichtung.

Module werden nicht einzeln an den Wechselrichter gefuehrt, sondern in Reihe zu einem Strang verschaltet. Die Spannungen addieren sich, der Strom bleibt gleich. Ein Strang aus 15 Modulen kommt so auf mehrere hundert Volt Gleichspannung, und genau diesen Bereich braucht der Wechselrichter, um effizient zu arbeiten.

Wovon die Aufteilung abhaengt

  • Die Leerlaufspannung bei tiefer Temperatur: im Winter steigt sie, und sie darf die Obergrenze des Wechselrichters nie ueberschreiten
  • Die Mindestspannung im Sommer, sonst schaltet der Wechselrichter frueh ab und spaet an
  • Gleiche Ausrichtung je Strang, weil sonst der schwaechere Teil den staerkeren bremst
  • Verschattungsmuster, die sich ueber den Tag unterschiedlich bewegen

In der Praxis ist die Strangaufteilung der Punkt, an dem eine sauber geplante Anlage von einer schnell zusammengestellten abweicht. Ost- und Westdach in einen Strang zu legen kostet ueber das Jahr spuerbar Ertrag, obwohl auf dem Papier dieselbe Modulzahl steht.

Die Gleichspannung eines Strangs liegt bei Sonne an, auch wenn der Wechselrichter aus ist. Arbeiten auf der Gleichstromseite gehoeren deshalb in Fachhaende.

Verwandte Begriffe

  • Wechselrichter: Wandelt den Gleichstrom der Module in haushaltsüblichen Wechselstrom um und regelt, wie viel Leistung die Anlage abgibt.
  • MPP-Tracker: Die Regelung im Wechselrichter, die laufend den ertragreichsten Betriebspunkt sucht. Mehrere davon helfen bei Schatten.
  • Verschattung: Schatten auf einzelnen Modulen. Der Ertragsverlust ist meist größer, als die verschattete Fläche vermuten lässt.

Wo das bei uns vorkommt

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