Wirtschaftlichkeit

Eigenverbrauch

Kurz gesagt

Der selbst erzeugte Strom, den Du auch selbst nutzt. Die mit Abstand wertvollste Kilowattstunde der ganzen Anlage.

Eigenverbrauch ist jede Kilowattstunde, die vom Dach direkt in den Haushalt geht, ohne den Umweg ueber das Netz. Sie spart den vollen Bezugspreis, den wir mit 35 Cent ansetzen, statt die 7,78 Cent Einspeiseverguetung einzubringen.

4,5 malso viel ist eine selbst verbrauchte Kilowattstunde wert gegenüber einer eingespeistenQuelle: eigene Rechner-Annahmen, Stand Juli 2026

Wie man ihn erhöht, ohne Technik zu kaufen

  • Spuel- und Waschmaschine auf die Mittagsstunden legen statt abends
  • Warmwasserbereitung ueber die Waermepumpe in die Mittagszeit verschieben
  • Das Auto tagsueber laden, wenn es ohnehin zu Hause steht
  • Den Speicher erst laden, wenn die grossen Verbraucher versorgt sind, das erledigt die Steuerung

Diese Verschiebungen kosten nichts und wirken sofort. Ein Speicher macht dasselbe automatisch und rund um die Uhr, aber er kostet Geld je Kilowattstunde Kapazitaet. Deshalb lohnt es sich, zuerst den Verbrauch zu verschieben und danach zu entscheiden, wie gross der Speicher sein muss.

Eigenverbrauch aus einer Anlage bis 30 kWp ist einkommensteuerlich seit 2022 unbeachtlich. Fuer den Einzelfall bleibt die Steuerberatung zustaendig, wir rechnen ohne steuerliche Effekte. Was der Eigenverbrauch dagegen NICHT ist: eine Aussage ueber Unabhaengigkeit. Er beschreibt eine Jahresbilanz. Wie viel davon im Dezember ankommt, sagt erst der Autarkiegrad im Monatsverlauf.

Verwandte Begriffe

  • Eigenverbrauchsquote: Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, den Du auch selbst verbrauchst statt ihn einzuspeisen.
  • Autarkiegrad: Der Anteil Deines Verbrauchs, den Du selbst deckst. Die Gegenfrage zur Eigenverbrauchsquote.
  • Arbeitspreis und Grundpreis: Die zwei Bestandteile jeder Stromrechnung. Nur der Arbeitspreis sinkt durch eine Solaranlage, der Grundpreis bleibt.

Wo das bei uns vorkommt

Zurück zur Übersicht aller Begriffe