Eigenverbrauch ist jede Kilowattstunde, die vom Dach direkt in den Haushalt geht, ohne den Umweg über das Netz. Sie spart den vollen Bezugspreis, den wir mit 35 Cent ansetzen, statt die 7,70 Cent Einspeisevergütung einzubringen.
Wie man ihn erhöht, ohne Technik zu kaufen
- Spül- und Waschmaschine auf die Mittagsstunden legen statt abends
- Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe in die Mittagszeit verschieben
- Das Auto tagsüber laden, wenn es ohnehin zu Hause steht
- Den Speicher erst laden, wenn die großen Verbraucher versorgt sind, das erledigt die Steuerung
Diese Verschiebungen kosten nichts und wirken sofort. Ein Speicher macht dasselbe automatisch und rund um die Uhr, aber er kostet Geld je Kilowattstunde Kapazität. Deshalb lohnt es sich, zuerst den Verbrauch zu verschieben und danach zu entscheiden, wie groß der Speicher sein muss.
Eigenverbrauch aus einer Anlage bis 30 kWp ist einkommensteuerlich seit 2022 unbeachtlich. Für den Einzelfall bleibt die Steuerberatung zuständig, wir rechnen ohne steuerliche Effekte. Was der Eigenverbrauch dagegen NICHT ist: eine Aussage über Unabhängigkeit. Er beschreibt eine Jahresbilanz. Wie viel davon im Dezember ankommt, sagt erst der Autarkiegrad im Monatsverlauf.
Verwandte Begriffe
- Eigenverbrauchsquote: Der Anteil des selbst erzeugten Solarstroms, den Du auch selbst verbrauchst statt ihn einzuspeisen.
- Autarkiegrad: Der Anteil Deines Verbrauchs, den Du selbst deckst. Die Gegenfrage zur Eigenverbrauchsquote.
- Arbeitspreis und Grundpreis: Die zwei Bestandteile jeder Stromrechnung. Nur der Arbeitspreis sinkt durch eine Solaranlage, der Grundpreis bleibt.
