Der COP gibt an, wie viel Waerme eine Waermepumpe in einem festgelegten Betriebspunkt aus einer Einheit Strom macht. Angegeben wird er immer mit zwei Temperaturen, etwa A7/W35: 7 Grad Aussenluft, 35 Grad Vorlauf.
Genau diese Angabe wird beim Vergleich haeufig unterschlagen. Ein COP von 4,8 bei A7/W35 und einer von 3,1 bei A minus 7/W55 koennen dasselbe Geraet beschreiben. Wer zwei Datenblaetter vergleicht, muss deshalb zuerst pruefen, ob dieselben Bedingungen dahinterstehen.
Der Unterschied zur Jahresarbeitszahl
| Kennzahl | was sie beschreibt |
|---|---|
| COP | ein Betriebspunkt unter Prüfbedingungen |
| Jahresarbeitszahl | das ganze Jahr im eingebauten Zustand |
Der COP ist damit eine Eigenschaft des Geraets, die Jahresarbeitszahl eine Eigenschaft der Anlage im Haus. Zwischen beiden liegen Heizkurve, Heizflaechen, Warmwasserbereitung und der Anteil des elektrischen Heizstabs. Ein gutes Geraet in einem schlecht eingestellten System liefert eine enttaeuschende Jahresarbeitszahl.
Als Orientierung: jeder COP-Wert ohne Temperaturangabe dahinter ist als Vergleichszahl wertlos. In Prospekten steht meist der guenstigste Punkt, oft A7/W35, also milde Aussenluft und niedriger Vorlauf. Wer wissen will, was im Januar passiert, sucht die Werte bei A minus 7 und beim tatsaechlich noetigen Vorlauf. Genau diese Zeilen stehen im Datenblatt, nur nicht auf der ersten Seite.
Verwandte Begriffe
- Jahresarbeitszahl (JAZ): Wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Die einzige Kennzahl, die im Betrieb zählt.
- Vorlauftemperatur: Die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizflächen läuft. Sie entscheidet mehr über die Effizienz einer Wärmepumpe als das Gerät selbst.
- Heizlast: Die Leistung in Kilowatt, die ein Gebäude am kältesten Tag braucht. Grundlage jeder Auslegung, und der häufigste Ort für Fehler.
