Die Heizlast beschreibt, wie viel Waermeleistung ein Gebaeude bei Auslegungstemperatur braucht, in Norddeutschland meist minus 12 bis minus 14 Grad. Sie wird in Kilowatt angegeben und ergibt sich aus Huellflaechen, Daemmung, Fenstern und Lueftung.
Fuer die Auslegung ist sie die wichtigste Zahl ueberhaupt: eine zu gross gewaehlte Waermepumpe taktet, also schaltet staendig ein und aus, was Effizienz kostet und den Verdichter verschleisst. Eine zu klein gewaehlte faellt an kalten Tagen auf den elektrischen Heizstab zurueck, und der macht aus einer Kilowattstunde Strom genau eine Kilowattstunde Waerme.
Zwei Wege zur Zahl
- Rechnerisch nach Norm, raumweise ueber die Bauteile. Genau, aber aufwendig
- Ueber den Verbrauch der alten Heizung: Gas- oder Oelverbrauch der letzten drei Jahre, umgerechnet und um Warmwasser bereinigt
Der zweite Weg ist in Bestandsgebaeuden oft der ehrlichere, weil er das Gebaeude misst statt es zu modellieren. Voraussetzung sind belastbare Verbrauchsdaten und die Kenntnis, wie das Haus tatsaechlich beheizt wurde: wer drei Raeume nie geheizt hat, bekommt eine zu kleine Zahl.
Als grobe Einordnung: ein saniertes Einfamilienhaus liegt bei 5 bis 8 kW, ein unsanierter Altbau derselben Groesse schnell bei 12 bis 18 kW. Diese Spanne ist der Grund, warum es keine Preise von der Stange gibt.
Verwandte Begriffe
- Vorlauftemperatur: Die Temperatur, mit der das Heizwasser zu den Heizflächen läuft. Sie entscheidet mehr über die Effizienz einer Wärmepumpe als das Gerät selbst.
- Jahresarbeitszahl (JAZ): Wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Die einzige Kennzahl, die im Betrieb zählt.
- Monoblock und Split: Die zwei Bauformen der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Der Unterschied entscheidet über Kältemittelleitungen im Haus und über die nötige Qualifikation bei Wartung.
